Kurznachrichten Februar - mehr Tempo bei KI-Forschung

Kurznachrichten Februar - mehr Tempo bei KI-Forschung

KI Kurznachrichten aus dem Februar 2024

Deutschland will EU-Gesetz zu KI zustimmen

Die EU plant die Einführung des weltweit ersten Gesetzes zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Deutschland, das sich ursprünglich gegen das Gesetz stellte, hat nun zugestimmt. Bundesdigitalminister Volker Wissing betonte, er habe bis zuletzt für innovationsfreundlichere Regeln gekämpft und Verbesserungen für kleine und mittlere Unternehmen erzielen können. Das Gesetz, vorgeschlagen von der EU-Kommission im April 2021, sieht vor, dass KI-Systeme in verschiedene Risikogruppen eingeteilt werden. Je höher die potenziellen Gefahren einer Anwendung sind, desto strenger sollen die Anforderungen sein. Das Gesetz soll als Vorbild dienen und weltweit Nachahmer finden. KI findet bereits in vielen Bereichen Einsatz, darunter Medizin, selbstfahrende Autos und Streaming-Dienste.

KI Chatbot vermittelt Psychotherapie-Plätze

In England wird ein KI-Chatbot namens Limbic Access zur Unterstützung von Personen, die nach einem Psychotherapieplatz suchen, erfolgreich eingesetzt. Dieser kann aufgrund seines künstlichen Sprachmodells menschenähnlich antworten und hilft den Betroffenen dabei, ihre Symptome besser einzuordnen und einen passenden Therapieplatz zu finden. Eine Studie mit 129.400 Teilnehmern zeigte, dass durch den Einsatz des Chatbots die Zahl der Personen, die sich selbst für eine Psychotherapie entschieden, um 15 Prozent gestiegen ist. Besonders profitierten dabei unterrepräsentierte Gruppen, wie nicht-binäre Menschen oder Angehörige ethnischer Minderheiten. Therapeuten können durch den Chatbot schneller Diagnosen stellen und die Behandlung effizienter gestalten. Der Chatbot ist lediglich als Ergänzung zur Behandlung gedacht, er kann eine Therapie nicht ersetzen.

OpenAI plant Billionen Investments

Sam Altman, CEO des KI-Unternehmens OpenAI, plant ein billionenschweres Programm zum Bau weiterer Fabriken für KI-Chips und wirbt dafür bei Investoren. Laut einem Bericht der Financial Times hat OpenAI im Dezember einen Umsatz von zwei Milliarden US-Dollar erreicht. Altman plant, fünf bis sieben Billionen Dollar für den Bau von Chipfabriken aufzutreiben und führt dazu Gespräche mit potenziellen Geldgebern, darunter auch Akteure aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er hat sich auch mit Masayoshi Son, dem CEO von SoftBank, und Vertretern von Chipfabriken wie Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. getroffen. Sein Ziel ist es, Investitionen aus dem Nahen Osten zu erhalten und TSMC mit dem Bau und Betrieb der Anlagen zu beauftragen. OpenAI führt laut einer Sprecherin produktive Gespräche über den Ausbau der globalen Infrastruktur und der Lieferketten für Chips, Energie und Rechenzentren.

Microsoft will Milliarden in Deutschland investieren

Microsoft plant bis Ende 2025 mehr als drei Milliarden Euro in sein deutsches Geschäft mit Künstlicher Intelligenz und Cloud Computing zu investieren. Das ist die größte Einzelinvestition des Unternehmens in Deutschland in seiner 40-jährigen Geschichte. Ein Teil des Geldes soll in ein KI-Weiterbildungsprogramm fließen, das bis zu 1,2 Millionen Menschen erreichen soll. Die meisten Investitionen sollen nach Nordrhein-Westfalen fließen, wo Microsoft eine neue Cloud-Region einrichten will. Auch Hessen wird von den Investitionen profitieren, da die Rhein/Main-Region aufgrund des großen Internet-Knotens DE-CIX in Frankfurt ein führender Standort für Rechenzentren ist. Mit diesen Investitionen führt Deutschland die Liste der angekündigten Investitionen von Microsoft weltweit an.

KI warnt unterzuckerte Diabetiker beim Autofahren

Forscher aus München und der Schweiz haben erfolgreich ein KI-System getestet, das Diabetiker beim Autofahren vor einer drohenden Unterzuckerung warnen kann. Das KI-Modell analysiert Fahrdaten sowie Kopf- und Augenbewegungen des Fahrers, um Anzeichen einer Unterzuckerung zu erkennen. Testfahrten wurden auf einem Militärgelände in Thun, Schweiz, durchgeführt, wobei den Fahrern kontinuierlich Insulin verabreicht wurde, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die ersten Tests waren vielversprechend, aber bevor das System im realen Straßenverkehr eingesetzt werden kann, sind weitere Studien erforderlich. Die Forscher sehen auch Potenzial für andere Anwendungen der KI, wie die Erkennung von Alkoholkonsum.

Kommission fordert mehr Tempo bei KI-Forschung

Laut Experten hinkt Deutschland in der Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz hinterher. Ein Gutachten, das an Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger übergeben wurde, betont die Notwendigkeit, mehr Rechenkapazitäten und KI-Kompetenzen aufzubauen. Die Expertenkommission Forschung und Innovation warnt vor möglichen Abhängigkeiten von KI-Entwicklungen in den USA und China. Sie befürchtet auch, dass Finanzierungsstreitigkeiten und geopolitische Konflikte die Innovation und Forschung beeinträchtigen könnten. Die Kommission lobte die Gründung der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) in Erfurt, die dazu beitragen soll, Forschungsergebnisse wirtschaftlich und gesellschaftlich anwendbar zu machen. Scholz betonte die Notwendigkeit, Unternehmen und Forscher die KI in Deutschland einsetzen zu lassen, während Stark-Watzinger vor kurzfristiger Krisenbewältigungspolitik warnte.

ChatGPT macht aus Texten Videos

OpenAI, die Macher des Chatbots ChatGPT, haben eine Software entwickelt, die kurze Videos aus Textvorgaben erstellen kann. Derzeit wird das KI-Modell getestet, um mögliche Sicherheitsrisiken und Fälschungsgefahren zu erkennen. Die Technologie könnte die Videoproduktion revolutionieren, birgt jedoch auch die Gefahr, dass massenhaft Fake-Videos erstellt werden könnten. Daher arbeiten die Entwickler daran, eindeutige Erkennungsmerkmale in die Videos einzubauen. Die Videos, die von ChatGPT erstellt werden, können bis zu einer Minute lang sein und es soll erkennbar sein, dass sie von KI erstellt wurden. Trotz der Fortschritte hat das Modell noch Schwächen, wie z.B. Fehler bei der Umsetzung von physikalischen Gesetzen. Parallel dazu berichtet Google von Verbesserungen in der Video- und Textanalyse mit der Weiterentwicklung von Gemini 1.5. Diese Software kann längere Videos und Texte auswerten und wird zunächst für Entwickler und Unternehmenskunden verfügbar sein.

  • Datum March 1, 2024
  • Author Ai Fellows

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