KI Kurznachrichten aus dem März 2024

KI Kurznachrichten aus dem März 2024

Europäisches Parlament verabschiedet wegweisendes KI-Gesetz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz

Das Europäische Parlament hat das weltweit erste umfassende KI-Gesetz verabschiedet, um den Umgang mit Künstlicher Intelligenz sicherer zu gestalten. Es zielt darauf ab, Standards zu setzen, an denen sich andere Länder orientieren sollen, ähnlich wie es bereits beim Datenschutz und der Regulierung von Chemikalien der Fall war. Das Gesetz soll Künstliche Intelligenz ausgewogen regulieren, um sowohl Missbrauch zu verhindern als auch Innovationen zu fördern. Es gibt Unterscheidungen zwischen KI-Systemen mit hohem und geringem Risiko, wobei besondere Anforderungen für Hochrisiko-Systeme gelten. Kritikpunkte umfassen mögliche Bürokratie und Unklarheiten, insbesondere für kleinere Unternehmen, sowie Bedenken hinsichtlich der Überwachung und Diskriminierung durch KI-Systeme. Sicherheitsbehörden erhalten Ausnahmen für den Einsatz von Gesichtserkennung in bestimmten Situationen, während einige Abgeordnete das Gesetz als nicht weitreichend genug kritisieren. Das Gesetz muss noch von den EU-Staaten gebilligt werden, was voraussichtlich im April erfolgen wird, bevor es vollständig in Kraft tritt, was weitere zwei Jahre dauern wird.

Expert Summit in Berlin diskutiert Trends und Herausforderungen im Kinder- und Jugendmedienschutz

Der Expert Summit "NextGen Media – Digitale Trends im Fokus des Kinder- und Jugendmedienschutzes" fand am 19. März 2024 in Berlin statt. Ziel war es, alle relevanten Akteure in die Diskussion über zeitgemäßen Kinder- und Jugendmedienschutz einzubinden. Etwa 150 Experten aus Forschung, Internetwirtschaft und Jugendmedienschutz nahmen teil. Themen waren aktuelle und zukünftige Digitaltrends sowie deren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche. Besonders diskutiert wurde die Rolle von Künstlicher Intelligenz und Virtual Reality im Medienschutz. Herausforderungen wie Cybermobbing, Belästigung oder Gewaltdarstellung im Zusammenhang mit neuen Technologien wurden intensiv analysiert. Einigkeit bestand darin, dass Anbieter von digitalen Plattformen KI verantwortungsvoll einsetzen müssen, um eine sichere Online-Umgebung zu gewährleisten. Es wurde betont, dass eine gesamtgesellschaftliche Strategie erforderlich ist, um den Kinder- und Jugendmedienschutz effektiv zu gestalten. Der Summit bot wichtige Erkenntnisse und innovative Ansätze für eine sichere digitale Umgebung für junge Menschen.

Studierende an deutschen Hochschulen nutzen KI-Assistenten trotz fehlender Regeln – Bitkom-Umfrage zeigt gemischte Meinungen

Die Nutzung von KI-Assistenten an deutschen Hochschulen ist weit verbreitet, wie eine Umfrage des Bitkom zeigt. Etwa 65 Prozent der Studierenden verwenden bereits digitale Assistenten mit Künstlicher Intelligenz, während weitere 22 Prozent sich vorstellen können, sie zu nutzen. Nur eine kleine Minderheit von neun Prozent kennt KI-Assistenten, kann sich aber keine Nutzung vorstellen, und vier Prozent haben noch nie von ihnen gehört. Allerdings gibt es an vielen Hochschulen keine festen Regeln für die Verwendung von KI-Systemen oder sie sind zumindest wenig bekannt. Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, dass es klare Regeln gibt, während ein Drittel angab, dass es keine Regeln für den Einsatz von generativer KI wie ChatGPT gibt. Die Studierenden nutzen KI vor allem für Recherchezwecke, Zusammenfassungen, Präsentationen und Korrekturarbeiten. Dennoch sprechen sich fast die Hälfte der Befragten dafür aus, die Nutzung von Chatbots für Haus- oder Abschlussarbeiten zu verbieten. Es besteht ein Spannungsfeld zwischen Zustimmung und Ablehnung gegenüber KI. Obwohl die Mehrheit der Studierenden glaubt, dass KI in die Lehre integriert werden sollte, befürchten viele, dass dadurch die Selbstständigkeit und das eigenständige Denken der Studierenden beeinträchtigt werden könnten.

Neues Computersystem für KI-Infrastruktur

Nvidia plant, seine dominante Position in der Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) durch das System Blackwell weiter zu stärken. Blackwell wird als "Motor einer neuen industriellen Revolution" durch KI bezeichnet. Nvidia, der führende Chip-Hersteller, beabsichtigt, seine Vorherrschaft in der KI-Technologie zu erweitern. Mit der aktuellen Generation Grace Hopper konnte beispielsweise der Chatbot ChatGPT in drei Monaten mit 8.000 Nvidia-Chips und einem Stromverbrauch von 15 Megawatt trainiert werden. Mit der ersetzenden Plattform Blackwell kann dies in der gleichen Zeit mit 2.000 Chips und vier Megawatt Strom erreicht werden. Große KI-Unternehmen wie Microsoft, Google und Amazon planen bereits den Einsatz von Blackwell. Experten prognostizierten nach der Ankündigung weitere Erfolge mit Blackwell. "Wir erwarten, dass Nvidia nicht nur weiterhin führen wird, sondern den Abstand zu seinen Konkurrenten im Bereich KI vergrößern wird", sagte Kinngai Chan von Summit Insights.

Microsoft baut Rechenzentren für Künstliche Intelligenz in NRW

Der Softwarekonzern Microsoft plant ein riesiges Rechenzentrum zu errichten - einen sogenannten Hyperscaler. Mit einer Größe von 200.000 Quadratmetern wird es das größte Bauprojekt in Bergheim sein und zu den größten in ganz Europa zählen. Der erste Spatenstich ist bereits für Oktober geplant. Ein weiteres Hyperscaler-Rechenzentrum wird entlang der A61 in Bedburg entstehen. Microsoft plant insgesamt 3,2 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren, hauptsächlich im rheinischen Braunkohlerevier in den Orten Bergheim, Elsdorf und Bedburg. Zudem werden einige hundert Arbeitsplätze direkt in den beiden neuen Rechenzentren entstehen. Ein entscheidender Faktor für Microsofts Entscheidung für die Region war eine sichere Energieversorgung, die in Zukunft auch durch moderne Wasserstoffkraftwerke mit nachhaltig erzeugtem Strom gewährleistet werden könnte. Microsoft zeigt sich sehr zufrieden mit der neuen Nachbarschaft im rheinischen Revier und es ist sogar ein dritter möglicher Standort für ein Rechenzentrum im Gespräch. Mit den neuen Rechenzentren möchte Microsoft die Kapazitäten von Cloud und Künstlicher Intelligenz in Deutschland erweitern. Darüber hinaus plant das Unternehmen, das Wissen über Künstliche Intelligenz durch eine Qualifizierungsinitiative zu fördern.

Google-Mitarbeiter soll KI-Technologie verkauft haben, Verdächtiger festgenommen

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Google wird beschuldigt, vertrauliche Informationen über KI-Technologie gestohlen und an chinesische Unternehmen weitergegeben zu haben. Das US-Justizministerium hat Anklage erhoben. Der 38-jährige Verdächtige wurde in Newark, Kalifornien, festgenommen und wird des Diebstahls von Betriebsgeheimnissen in vier Bundesfällen beschuldigt. Bei Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft pro Anklagepunkt. Laut Anklage wurde der Verdächtige 2019 von Google eingestellt und hatte Zugang zu geheimen Informationen über die Hochleistungsrechenzentren des Unternehmens. Vor zwei Jahren soll er begonnen haben, Hunderte von Dateien in ein privates Google-Cloud-Konto zu übertragen. Ende Dezember 2023 kündigte der Verdächtige bei Google. Drei Tage später erfuhren die Unternehmensleiter, dass er als CEO eines chinesischen Unternehmens auf einer Investorenkonferenz in Peking aufgetreten war. Bei der Überprüfung von Überwachungsaufnahmen stellten sie fest, dass sein Zugangsausweis von einem anderen Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz gescannt wurde, um den Anschein zu erwecken, er sei bei der Arbeit, obwohl er tatsächlich in China war.

  • Datum March 25, 2024
  • Author Ai Fellows

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